Trauer

Es gibt keine männliche Trauer. In meinen Beobachtungen erlauben sich männliche Menschen keine Trauer. Sie diffamieren weibliche Menschen. "Sie/er ist dramatisch!" Männliche Menschen halten die Stille nicht aus. Sie verzerren Trauer, sie übertreiben die unwichtigen Randgeschichten, sie inszenieren sich. Das ist keine Form der Trauer. Donna Karan ist ein typisch männlicher Mensch. In einem Interview steht sie streng und kalt auf einem roten Teppich. Sie redet darüber, dass Frauen (merkwürdiges Wort) sich selbst fragen müssen, was sie mit ihrer Kleidung ausdrücken wollen, wenn sie sich in Sinnlichkeit hüllen, in Sexiness. Sie dominiert zynisch den Raum: "Was suchen Frauen? Trouble!" Donna Karan, der männliche Mensch, verkauft tiefe Ausschnitte, kassiert das Geld und sagt auch jungen weiblichen Menschen: "Der arme Harvey. Du suchst Trouble." Trauer wird als Drama diffamiert - niemand reicht ein Taschentuch. In einem späteren Interview spielt eine verkleidete Donna Karan Mutter, Großmutter, eine Frau, die Frauen über die Maße liebt. Sie sagt wörtlich: "Das bin ich nicht! Ich bin nur unvorbereitet in dieses Interview gelaufen." 2 WOW dafür. Vorbereitet hätte sie den weiblichen Mensch sofort spielen können. Es gibt keine männliche Trauer. Trauer wird von männlichen Menschen diffamiert: "Weibisch!" Männliche Menschen erfinden unglaublich viele Spiele, um Trauer zu ersticken. Sie wird ausschließlich von männlichen Menschen sexualisiert! Das ist der peinliche Moment, in dem weibliche Menschen aufsteigen.