Der Tod war nie unpolitisch

Marschner_Treptow
In der Hochphase von AIDS war der Tod politisch. Ich erinnere nicht nur die Gesundheitsfragen bei den Einstellungstests der Lufthansa. Die "Schwulenseuche" bestrahlte alle Gesellschaftsschichten. Auf dem "Röntgenbild" streute die Homophobie! Heute ist der Tod hochpolitisch. Alle vier Stunden stirbt ein Mensch, weil eine Waffe abgefeuert wird, die in Deutschland verkauft wird. "Jetzt macht sie uns die Illusionen kaputt. Wir waren gerade so schön grün, tolerant, modern und urban…" Wirtschaftspolitisch sind die extrem billigen Bestatter. Ich wundere mich nicht, dass unqualifizierte Youtube-Bestatter darüber lachen, dass ich von einem Buchhalter ausgebildet wurde. Ich finde Bestatter im Internet, die damit werben, dass eine würdige Bestattung 400,—€ kostet. Überzeugte Menschen beauftragen diese Sorte Anbieter. Sie denken, dass sie die Bestattung für ihren Verwandten bezahlen. Tatsächlich machen Sie ein spekulatives Schneeballsystem möglich. Synchron dazu wird der Mittelstand von der Regierung zerstört. Welche Steuern liegen auf diesen 400,—€? Die Einkommenssteuer, die Gewerbesteuer, der Soli, die Lohnsteuer, evtl. die Kirchensteuer, evtl. die Kapitalertragssteuer. Jeder Drittklässler weiß, dass die aufgerufenen 400,—€ nur zum Spielen einladen. (Bundesverbände, Innungen, Schreiber von Branchenzeitschriften schlafen!) Das Ordnungsamt Berlin dealt mit jenen Spekulanten und lässt alleinstehende Verstorbene ungeprüft verscharren. Schwer bedenklich sind die politischen Aktionen von Frau Merkel. Sie zerstört den Mittelstand und baut damit die Rechten erfolgreich auf. Den G-Gipfel plante sie in Hamburg, damit die Linken allein ins Messer laufen. Das ist in etwa ihre Gangart. Die staatliche Rundfunkanstalt ist ein ihr ebenbürtiger Eigenläufer geworden. Die Macher der Sender treffen nicht ein Thema zielsicher. Zum Thema Islam kommen staatliche Fernsehansager bis heute nicht über das Kopftuch hinaus. Die Macher produzieren selbst die Islamophobie, die die Nachrichten ersetzt. Tatsächlich ist der junge Islam für die junge Tradition Deutschlands spannend. Sie stehen sich genau auf Augenhöhe gegenüber. Deutsche halten Kirche und Staat aus gewichtigen Gründen getrennt. Das haben sie über wenigstens 3 Generationen äußerst hart erkämpft. Junge Muslime wollen diesen Staat mitgestalten. Das ist ein wichtiges Thema für eine kultivierte Unterhaltung. Ich bin dafür, dass man staatliche Rundfunksender auflöst. Es ist zwingend notwendig, Konzepte für einen effektiv freien Journalismus zu entwerfen. Die wirklich qualifizierten Journalisten können in Ruhe arbeiten, wenn sie von der Wirtschaft und der Politik befreit werden… Und das gehört nicht in diesen Blog?