Hassan ruft nicht mehr
04/05/26
Das dauernde Thema Integration ist gescheitert, weil unehrenhafte Akademiker Studien betreiben, herzlose Phrasen dreschen, um dann verkünden zu lassen, dass Arbeiter und Handwerker, also immer die Anderen, keine Integration wünschen. Das Protokoll der Schande, ein Versammlungsprotokoll der Wohnungskäufer vom Lokdepot, zeigt deutlichst, dass Akademiker nicht lesen können. Dieses Protokoll wird zu gegebener Zeit veröffentlicht, weil es exemplarisch zeigt, wie Rassismus und Homophobie vermeintlich verklausuliert wird, um Menschen zu vertreiben. Zunächst zeigt dieses Protokoll, dass eine 1. Klasse-Ausländerin nicht aus dem arabischen Raum stammt. Sie kann und soll ihren rechten Dreck verbreiten. Der Italiener ist bereits ein Ausländer der 2. Klasse. Er ist angeblich zu laut. Er macht angeblich, was er will. Es riecht reicht bereits, um den Mob in Gang zu bringen. Unsinngemäß steht in dem Protokoll: "Wir hätten gerne einen Verwalter mit Berufsverbot. Wir hätten gerne Verträge ohne Beschlüsse. Wir hätten gerne eine rechte Ausländerin der 1. Klasse. Der Italiener ist nicht wohnverträglich, aber Frau Marschner soll von 8.00 Uhr - 20.00 Uhr, auf allseitigen Terrassen, Räucherwerke und Zigarren und Zigaretten abfackeln." Wie Richard Exner so schön über seine Gattin überliefern lässt: "Ihr müsst zunächst einmal lesen lernen." Hassan war ein kleiner Junge aus der Eylauerstraße. Die Anwohner der Eylauer waren und sind angepisst, weil ihnen der Bau Am Lokdepot vor die Nase gestellt wurde. Hassan und zwei Kids vom Lokdepot freundeten sich an. Der kleine Hassan grüßte immer über die Höfe hinweg: "Hallo. Claudia!" Mich freute der kleine Kerl, der, wie Lenny Kravitz, noch nichts über Ausländer wusste, noch keine Vorstellung davon hatte, dass er anders sein soll. Plötzlich war Hassan weg. Nach einer ganzen Weile erzählte mir eine Nachbarin, dass Herr Dr. P. vom Lokdepot die Familie von Hassan überprüfte, weil auch sein Sohn ein Kumpel von ihm war. Das könnte man schlicht unter Helikopter-Vater laufen lassen. Allerdings hat sich Herr Dr. P. an einer berliner Universität der kriminologischen Islamismus-Bekämpfung verschrieben. Er hätte für die Uni, also für seine Studenten, schlicht schreiben müssen: "Ich habe die Familie von Hassan besucht, um ein Stigma zu setzen. Die rechte 1. Klasse-Ausländerin im eigenen Haus rastet komplett durch, Frau Marschner rief bereits mehrfach die Polizei. Das haben wir per Protokoll unterbunden. Hier also setzte ich kein Stigma, denn eine rechte Ausländerin der 1. Klasse ist, auch besoffen im Nachthemd, integriert, da sie eine Eigentumswohnung am Lokdepot hat. Insofern muss Frau Marschner gehen. Wir müssen homophob sein, da mein Sohn nicht homosexuell werden soll. Unser Versammlungsprotokoll beweist, dass der Anwalt der Häuser vollumfänglich integriert ist, da er mit jenem Protokoll die Regenbogenfahne öffentlich verbrannte." Hassan ruft nicht mehr! Seine Stimme wurde ausgeknipst. Sein Licht wurde von einem Akademiker ausgepustet, der an der Universität fragt: "Wie und wo, meine lieben amtierenden Studenten, entstehen Stigmata?" Selbstverständlich wird nicht reflektiert. Warum sollte man an Unis reflektieren?! Die 1. Klasse-Ausländerin ist immer dann integriert, wenn sie hilft, den 2. Klasse-Ausländer zu erschaffen. Sie kann sogar arbeitslos sein. Sie kann dumm sein. Sie darf auch psychisch krank sein. Die Frage in diesen Häusern Am Lokdepot ist extrem schlichten Gemütes: "Wie kann es eine erfolgreiche Unternehmerin, die homosexuell ist, überhaupt wagen, eine besoffene, dumme Rechte kategorisch abzulehnen!?" Hassan ruft nicht mehr! DAS tut mir leid. DAS macht mich traurig.