Werde und Vergehe

Herr Andreas Winhart ist ein Politiker. Auf der Webseite des Bayerischen Landtages wird der Abgeordnete so vorgestellt: Andreas Winhart, AfD. Diplom Betriebswirt, Wahlkreis Oberbayern. Geboren am 25.5.1983 in Rosenheim. Familienstand ledig. Konfession römisch-katholisch. Mitglied des Landtages: 5.11.2018 bis heute. Er ist ein sauberer gut gescheitelter Mann. Er trägt ein weißes Hemd mit einer braun-blau karierten Krawatte. Er hat sogar ein Diplom. Er wirkt im Bayerischen Landtag. Dort hat man ein Wappen, das von zwei aufrechten, stolzen Löwen gehalten wird - die sogar Drachenfüße haben. Er hat seinen Sitz in den Ausschüssen Landwirtschaft, Ernährung und Forsten und Gesundheit und Pflege. Enissa Amani tritt gegen die Bayern an. Das wagen eigentlich nur Berliner! Die nennt man in Bayern gerne Die Saupreiß'n. Wir sind also Schweine und Säue. Wir können nicht richtig sprechen. Unser Slang ist kein echter Dialekt. Wir gewinnen unsere Diplome grundsätzlich auf einem Rummel. Aus Berlin kommen keine Akademiker. Schweine und Säue studieren schließlich nicht. Frau Amani wuchs in Frankfurt am Main auf. Vorteil. Sie ist die Tochter eines Literaturkritikers und einer Ärztin, die zweimal Medizin studieren musste, um in Deutschland arbeiten zu können. Ihr eigener Lebenslauf wirkt unentschlossen. Sie machte das Abitur. Sie studierte Jura und wechselte zu den Literaturwissenschaften. Ein abgeschlossenes Studium wird nicht beschrieben. Sie arbeitete in der Kosmetikbranche. Sie wurde Miss Westdeutschland, Miss 24.de, Miss Tourism Iran. Sie war Flugbleiterin und für einen Monat Presenterin für den Sender QVC. Vermutlich war ihre erste Bühne >Nightwash<. Auf Wiki folgt eine akribische Auflistung von Auftritten und Preisen. Jüngst moderiert sie die Beste Instanz. Es geht nicht um den Bestatterberuf oder um den Beruf eines Richters. Es ist eine Sendung über Rassismus, in der sie im Grunde allein redet und dominiert. Die fundiert Sachkundigen gehen leider unter. 2021 bekam sie den Grimme Preis. Zerrissene Menschen, Geber und Nehmer, sind äußerst empfänglich für solche inflationären Preise. Herr Winhart äußert sich öffentlich. Er tritt selbst nicht zurück. Er schadet dem Parlament, weil er sich, trotz Diplom, nicht politisch kultiviert artikulieren kann. Frau Amani äußert sich öffentlich zu seinen öffentlichen Äußerungen. Sie schadet allen Menschen mit Migrationshintergrund, die unter Umständen extrem gebildet sind, wie ihre Eltern, weil sie sich ebenfalls nicht politisch kultiviert artikulieren kann. Sie ist allenfalls die deutsche Jane Fonda, die dann nicht mehr für große Auftritte gebucht wird. Sie will ihr Image auf Kosten einer viel wichtigeren Sache aufpolieren. Trauernde kennen jene öffentlichen "Stars", die sich in den Mittelpunkt drehen, die alles an sich reißen wollen. Migranten kennen die "Stars", die viel Geld für ein Ticket ins Glück, in die Freiheit verlangen. In Deutschland gibt es einen Funken, der eine riesige Strahlkraft hat. Er heißt Zerrissenheit. Diese Zerrissenheit könnte uns alle verbinden. Es ist fast ein Geschenk der Nachkriegsgeschichte, dass die Allierten sich das Land nahmen und unter sich aufteilten. Es gibt Menschen, die Migranten hassen, weil sie das Zerrissene extrem spiegeln. Wenn sich aber diese ganzen Scherben geduldig in ein Ganzes puzzlen, wenn Politik also tatsächlich politisch kultiviert arbeitet, dann werden wir ein wunderschönes Weltbild kreieren. Wir werden den Toten einen Platz geben können, sie ehren können. Wir werden Helden feiern können. Wir werden das Werde und Vergehe schmerzfrei sichtbar machen.

Die Sterbefälle und das Statistische Bundesamt

Ich mochte den Short Message Service bis zu dem Punkt, an dem Menschen nicht mehr auf den Punkt kamen. >>Wollen wir essen gehen? Wo? Weiß ich nicht!<< Aus vermeintlichen Anliegen wurden klassische Selbstgespräche in der Bubble. Ich interessierte mich stets für die Sterbefallstatistiken des Statistischen Bundesamtes. Die Standesämter erhalten die Leichenschauscheine jener Ärzte, die einen Tod feststellen. Sie dokumentieren die Sterbeurkunden und senden die Daten zum Statistischen Landesamt (StaLa) oder zum Statistischen Bundesamt (StaBu). Dort gibt es seit Juli 2021 ein neues Statistikverfahren. Der Median ersetzt das arithmetische Mittel. Warum wurde die Methode im Juli 2021 geändert? Laut StaBu "hat er daher gegenüber dem arithmetischen Mittel den Vorteil, weniger anfällig gegenüber einmaligen Sonderentwicklungen und Ausreißern zu sein. Ansonsten würde die zweite Corona-Welle ab Oktober 2020 das Durchschnittsniveau so weit anheben, dass die aktuellen Werte nicht mit einer "normalen" Sterblichkeit, sondern mit einer durch außergewöhnliche Effekte überhöhten Sterblichkeit verglichen werden würden." Warum zählt man dort nicht schlicht und einfach die Covid-Toten bis zum Ende der Pandemie? Der Median teilt die Ergebnisse der vier Vorjahre in zwei Hälften – er liegt also mittig zwischen dem zweithöchsten und dem dritthöchsten Wert aus den vier Vorjahren. Wenn man Börsenberichte liest, dann erkennt man gewisse Ähnlichkeiten: "Die Differenz zwischen der Gesamtzahl der Sterbefälle und dem mittleren Wert der Vorjahre - nun die Jahre 2017 bis 2020 - sowie die beim Robert Koch-Institut (RKI) gemeldeten COVID-19-Todesfälle gingen Anfang des Jahres 2021 wieder zurück. Im Januar lagen die Sterbe­fallzahlen insgesamt noch 25 % über dem mittleren Wert der vier Vorjahre, im Februar (-2 %) und im März (-6 %) darunter, im April (+4 %), Mai (+7 %) und Juni (+8 %) darüber. Mitte Juni fiel eine auffällige Erhöhung der Sterbefallzahlen in Kalenderwoche 24 (14. bis 20. Juni: +17 %) mit einer Hitzewelle zusammen. Im Juli lagen die Sterbefallzahlen noch etwas über dem mittleren Wert der Vorjahre (+2 %), im August lagen sie in dessen Bereich. Im September (+10 %) und Oktober (+10 %) lagen die Sterbefallzahlen wieder deutlich über dem mittleren Wert der Vorjahre. Die gemeldeten COVID-19-Todesfallzahlen erklären diese Entwicklung nur zum Teil. Auch im November zeigen sich bereits Sterbefallzahlen über dem Vergleichswert: In den ersten beiden Novemberwochen (1. bis 7. und 8. bis 14. November) liegen die Sterbefallzahlen nach aktuellem Ergebnis der Hochrechnung 16 % bis 17 % darüber." Klare Auskünfte klingen so: Die Firma Biontech ist an der Börse 100 Milliarden US-Dollar wert. Die Aktie fliegt durch die Decke. Herzlichen Glückwunsch. Medien berichten in der Pandemie tatsächlich von der Lieblingsfirma der Deutschen. Kaum zu glauben, dass BürgerInnen auch noch JA sagen. Haben krebskranke Menschen auch einen Lieblingspharmakonzern? Haben HIV-positive Menschen einen Lieblingspharmakonzern? Wir könnten den Konzern Bayer zur Lieblingsfirma der Weltbürger erklären, denn schließlich kennt jedes Kind Aspirin und den Mückenkiller Autan! Nicht zu fassen! Wenn wir also alle nichts Genaues wissen sollen, so gibt das StaBu klar und deutlich bekannt, dass während des Lockdowns die klassische Influenza keinen Zugriff auf uns Menschen hatte. Am Ende der Pandemie werden Eltern hoffentlich nicht den Stubenarrest als generelle Gesundheitsmaßnahme reloaden?!

Das Meer und die Wellen

Die Trauer kommt immer in Wellen, die extrem hoch sein können, weil der Tod so groß, so mächtig und gleichermaßen so faszinierend wie das Meer ist. Unfassbar. Unvergleichbar. Unglaublich. Untragbar. Unmöglich. Unantastbar. Unerforschbar. Unerbittlich. Hinterbliebene treiben quasi in einer Nussschale über einen unbekannten Ozean. Kinder reiten oft schnell die tosenden und auch die sanften Wellen. Erwachsene machen oft den Fehler, dass sie den Ozean der Gefühle kontrollieren, gar zähmen wollen. Manchmal werden sie Entdecker: Wann schlafen Trauernde? Wer steuert dann ihr Boot? Schlafen Delphine? Sehen Trauernde Eisberge? Sehen sie vielleicht Haie? In welchem Boot sind sie unterwegs? In einem U-Boot? Wie viele Menschen sind an Bord? Formulieren Trauernde ein zutiefst persönlich individuelles Notstandsgesetz? Wer übernimmt das Ruder, wenn ein Hinterbliebener nach einem Todesfall selbst schwer erkrankt? Wer hat Atemnot vor lauter Angst, wenn eine Welle am höchsten aller Punkte bricht und mit aller Naturgewalt in das Boot stürzt? Wer schreit? Wer weint? Wer erzählt die merkwürdigsten Witze, um vom Thema abzulenken? Welche Witze sind es? Wer tröstet? Wer handelt mit der Sonne die Richtung aus? Ich stelle hier die kühne These auf, dass meine Hinterbliebenen genau wissen, dass ein Virus nicht in Wellen kommt. Ein Virus wird noch immer von Mensch zu Mensch übertragen. Auch AIDS reitet nicht in Wellen um den Globus. Bis heute infizieren sich Menschen. Das ist ein exorbitanter Unterschied. Deshalb brauchen wir auch keine Notstandsgesetze reloaden, die Herr Kiesinger von der CDU so dringend wollte, die glücklicherweise durch große und laute Proteste der Studentenbewegung, also der 68er-Generation im Keime erstickt wurden. Vielen Dank für diesen großen Dienst. Ungeheuerlich ist nicht nur das unflätige Benehmen der Politiker in der Corona- Pandemie. Ich erinnere hier an Herrn Steinmeier von der SPD, der sich ohne Maske in Südtirol, mit ebenso unmaskierten Musikanten, fotografieren lies. Damals, im August 2020 glaubte die Bevölkerung noch an einen echten Ausnahmezustand. In diesen Tagen fragt Herr Steinmeier tatsächlich: "Was muss denn noch alles passieren?" Die Frage stellt also der Mann, der sie beantworten müsste. Journalisten beschreiben Wellen. In welchen Booten sitzen sie? Wie hoch sind die Wellen? Treiben sie im Pazifik? Im Mittelmeer? Sie können den Lesern keinen Einblick gönnen. Man stelle sich kurz Jens Spahn in einer Pressekonferenz vor. Die Weltpresse verkündet sodann unisono, im Rausch der Wellen, dass Menschen bitte verstärkt den Erdbeer-Joghurt der Firma Müller kaufen sollen, weil der kurz vor dem Verfallsdatum steht. Wie läuft das ab? Ruft ein Rudi von der Firma Moderna den Jens an und bittet ihn um die Verkündung dieser Nachricht, weil er Angst hat, dass er mit dem Verfall der Impfstoffe Verluste macht? Sagt Jens dann einfach: "Okay, Rudi. Das mache ich gleich morgen." ? Da wir keine Notstandsgesetze haben, würde mich also eine explizit fachlich sachlich relevante Aussage interessieren - jenseits jeder Meinung! Denn immerhin sind Institutionen, die den Markt vor Korruption schützen sollen, die im Moment offenkundig schlafen, extrem teuer. Wenn wir diese Institutionen allerdings nicht mehr einsetzen wollen, dann sparen wir alle Geld; und jeder Konzern macht das was er gerne möchte. Die Gesellschaft spaltet sich nicht! Keine Sorge. Die Gesellschaft wird nur unglaublich schlecht und schlampig geführt. Der Schaden für Politiker wird sicher groß sein, denn zwischen ihren Worten und ihren Taten liegen Schluchten. Wenn man eine Flugbegleiterin im Notfall beobachtet, dann sieht man immer in das Gesicht einer echten Krisenmanagerin. Die Dynamik ihrer Stimme verändert sich. Anweisungen kommen klar, deutlich und präzise. Bisher sehe ich in der Politik keine Krisenmanager. Ich rief kürzlich im Impfzentrum Schöneberg an und fragte nach einem Booster. Meine erste Impfung dort - mit Johnson&Johnson - war im Juli 2021. "Johnson&Johnson war doch nach 4 Wochen schon unwirksam! Wir "ümpfen" jetzt nur noch BionTech." Gäbe es einen politisch kompetenten Krisenmanager, dann hätte mich dieses kostenpflichtige "Ümpfzentrum", welches meine kompletten Daten aufnahm, kontaktieren müssen, informieren müssen, rechtzeitig (!) auffrischend "ümpfen" müssen. Journalisten schreiben bis heute, dass Geimpfte ebenfalls ansteckend sind, dass der Booster nach 6 Monaten ratsam ist. Ich möchte mit einer Frage schließen. Wie oft werden sich "Geümpfte" boostern lassen? 6 Mal? 15 Mal?

Vorbilder im Reichtum

Der erste Multimillionär, heute sicher Multimilliardär, der in allen Kinderstuben Rekruten ausbildet, der heimliche Vorträge hält, der durch Träume geht, der ins Unterbewusstsein eindringt, der die letzten Nuckel aus vertrauensvollen Gesichtern zieht, der Dollarnoten in Kinderwölkchen brennt, der im Grunde eine ganze Welt an sich reißen möchte, ist, man sollte es kaum glauben, ein kleiner Erpel. Dagobert Duck heiratete sich kurz nach dem World War II in jede europäische Familie ein; und er wird liebevoll Onkel Dagobert genannt, gerne auch Bertel. Dagobert Duck ist der reichste Erpel der Welt. Der von Nassim Taleb beschriebene >Schwarze Schwan< verschonte Bertels Geldspeicher auf wundersame Weise bis heute. Dagobert Ducks Personalien lesen sich seit vielen Jahren wie ein Vorbild. Männlich, weiß, konfessionslos, ledig, reich. Bertel war nie in Straftaten verwickelt. Die Panzerknacker hält er sich erfolgreich vom Leib. Er besuchte nie ein Bordell. Er scheint kein Sexist zu sein, was durch die Tatsache begründet sein dürfte, dass er Frauen generell nie vertraute. Anders als Herr Amthor von der CDU rast er nicht durch die Straßen, um in Flensburg zu punkten. Onkel Dagobert kommt mit Zylinder und Zwicker, wenn er zu Gast ist. Erwachsene liegen ihm zu Füßen. Sie träumen von einem Leben im Geldspeicher. Sie drucken Bücher und Poster von Dagobert, die im Wert steigen. Scheinbar kann er durch den 3D-Druck vervielfältigt werden. Menschen lieben ihn. Führt Dagobert Duck den Deep State an? Beeinflusst er die G20? Beeinflusst er Regierungen? Selbstverständlich! Dagobert is in the building. Den Börsengang hat er Walt Disney überlassen. Er agiert nie direkt. Er würde sich nie über das Staatsexamen einer Krankenschwester lustig machen. Seine Karriere wäre sofort beendet. Der Kontakt zu Donald Duck ist ihm wichtig, um den Kindern der Welt zu zeigen, welchen Wert eine Familie hat. Neffen, die weniger Geld haben, bleiben Familie, auch wenn sie unglaublich nerven. Donald Duck ist der Antifaschist der Familie Duck; und das passt in die Vita eines nachhaltig Wirtschaftenden. Wenn Tick, Trick und Track eine Spende für einen Fußballverein erbetteln, dann springt Onkel Dagobert in sein Goldmeer und ertaucht einen uralten, goldig zerdellten Pokal. Undank ist der Weltenlohn steht dann in den Gesichtern der drei Entenküken. Dagobert Duck hat eine ziemlich simple Lebensformel. Er trauert nie! Er liebt nie! Er bindet sich nie! Er bleibt sich selbst treu! Er ändert nie seinen Stil! Er wütet. Er verteidigt seinen Geldspeicher. Er rekrutiert Kinder, die seinen Speicher, über die Börsen füllen. Natürlich bewundert man einen Erpel, der so dermaßen erfolgreich und reich ist. Er missbraucht keine Kinder. Er schlägt keine Frauen. Er trägt Zylinder und ist nie vulgär. In den Auswüchsen einer Pandemie gibt man einem Erpel wie Dagobert alles Geld der Welt. Er würde nie über kostenlose Impfungen reden, die in Wirklichkeit von den Krankenkassen als Coronazulage erhoben werden. Das überlässt er den Politikern, die er zu seinen Neffen macht. Reichtum ist etwas wunderbares. Ich bewunderte und bewundere jeden reichen Menschen. Ich bewundere sogar die Geissens in Monaco. Ich bestaune jede Villa, jeden Garten, jedes Auto, jede Uhr. Ich bestaune allerdings keine Politiker, die keinen Plan haben, die keine Zukunftsvisionen haben, die alle nur Neffen einer reichen Ente werden. Das muss geändert werden, damit Kulturen, natürlich Bildungskulturen und auch Trauerkulturen, gefördert und gepflegt werden. Patti Smith besang nie Lame Ducks, die irgendeine Power hatten.

Für die falsche Sache kämpfen

Die Zunahme von Machtkämpfen wird - dank Corona - extrem gut aufgezeigt. Es ist das Glück im Unglück. Mich verwundern Medienmacher und Journalisten, die selbst wirklich glauben, dass sie für eine gerechte Gesellschaft kämpfen. Frau Mely Kiyak schreibt für die ZEIT eine Kolumne - natürlich - über die Coronagegner. Im Grunde aber spielt sie "meine Puppe - deine Puppe". Sie malt sich aus, was alles passieren würde, wenn in Deutschland lebende Türken Corona-Leugner wären. Im Geiste sieht sie die bösen deutschen Richter, die die Abschiebehaft vorbereiten. Sie hört im Himmel schwingende Erregungspegel, schreiende Deutsche, die nach dem Rechtsstaat rufen und Integrationsverweigerer anprangern…Eine intelligente Frau, die es bis in die Redaktion der ZEIT geschafft hat, kann nicht von schreienden Deutschen umgeben sein. Oder schreien die Redakteure bei der ZEIT? In einem Kolumnen-Battle würde ich ihr die "Puppe" schnell wegnehmen können, denn Corona-Leugner mit Migrationshintergrund gibt es. Dank Ihrer Kolumne öffnet sie nun die Türen für Menschenrechtler: "Die immer schreienden Deutschen benutzen in Deutschland lebende Türken für kostenlose Medikamententests." Eine Machtkämpferin, wie Frau Kiyak von der ZEIT, schreibt nicht, dass sie selbst angekommen ist, gut mit sich selbst ist, bei der ZEIT nette geimpfte Kollegen hat, die durch die Impfung gesünder geworden sind, ständig ins Theater gehen wollen, ihr vieles Geld ausgeben wollen, gebackenen Kuchen in die Redaktion bringen, Geburtstagsfeiern zelebrieren, sich täglich entspannte Komplimente machen, weil ihr Haar durch Johnson&Johnson weicher und fülliger wurde. Sie leugnet! Und genau deshalb gehen ihr persönlich die Corona-Leugner auf die Nerven. Sie ist eine Spiegelfechterin. Ihre Kolumne geht erfolgreich an sämtlichen Preisen vorbei. Und darum geht es ihr! Sie will Preise für den sagenhaften Journalismus, der aus ihrer kläglichen kleinen Feder fließt. Wie intelligent muss man sein, um gegen Corona-Leugner zu sein? Sie steht nicht für Gerechtigkeit. Sie will, dass sich alle Menschen die große Unbekannte, die sie nicht beschreiben kann, impfen lassen, um dann später Herrn Spahn zu loben, der Bitten um Verzeihung in vorauseilendem Gehorsam prophezeite. Er muss nicht schreien, denn er hat Frau Kiyak, die, dank der ZEIT, laut genug für ihn ist, womit seine sprachliche Wir-Form erklärt wäre. Herr Spahn gehört zu jenen Menschen, die sich vor jeder Beleidigung entschuldigen, um nach der Beleidigung an die vorangestellte Entschuldigung zu erinnern. Die Frage nach fehlenden Charakterköpfen dürfte damit auch geklärt sein. Es gibt eine Frau, die ich häufiger bei Beerdigungen sehe. Sie bringt nie Blumen mit, sie hält nie eine Rede. Sie spielt kein Musikinstrument. Sie zieht sich für den letzten Bahnhof nie tolle Klamotten an. Sie redet, sie trinkt und sie isst; und dann bemängelt sie, eingelegt in ihrer eigenen Lethargie, als müsse man sie bedienen, als müsse man für ihren erlauchten Besuch ein Wannsee in Flammen veranstalten. Sie geht mir auf die Nerven, weil sie meine Auftraggeber beleidigt. Sie ist Gelee. Frau Kiyak von der ZEIT hat die Macht! Sie könnte diese mich nervende Frau zu meiner dereinstigen Beerdigung treiben und eine Trauerrede von ihr erzwingen, einen üppigen Kranz für mein Grab einfordern, flankiert von Herrn Spahn und allen Kirchen dieses Landes. Sie könnte über jene großen Taten schreiben, an denen Menschen wachsen. Wäre das gerecht? Nein! Denn ich würde mich im Grabe herumdrehen. Mein Flug in die Halle der Seelen - begleitet von einer gleichgültigen Stimme zum Abschied, ist, vorher oder nachher, unverzeihlich.