Leichentourismus

Ich lese in den Medien grauenvolle Dinge über meine Branche: "Kopfgelder.. Leichentourismus… Kapitalisten… Billigbestatter…Sterbemafia…Wettbewerbsverzerrung" Ich betrachte die SEO-Vorgänge bei Google und ich entdecke Urheberrechtsverletzungen im großen Stil. Ich lese, dass in Berlin die meisten Billigbestatter ansässig sind. Nun bekomme ich leider keine informationen darüber, wie würdig eine billige Bestattung ist, da sie nicht würdelos sein muss. Die Würde gehört zum traditionellen Bereich einer Bestattung. Die Würde ist das Zentrum eines Menschen, das sich in tradierten Bestattungen spiegelt. Nun lese ich leider nichts über Traditionen. Ich lese entwurzelte Überschriften. Wann zünde ich Kerzen warum an? Welche Blumen gehören in die traditionelle Trauerkultur? Welches Grab symbolisiert Tradition? Das anonyme Grab? Welcher Sarg gehört zu den traditionellen Särgen? Der Pappsarg oder der Papstsarg? Ich finde keine Hinweise. Ich finde auch keine Vereine oder übergeordneten Organisationen, die mir Auskünfte geben wollten. Vor einiger Zeit rief ein 84-jähriger Mann bei mir an, der die letzten Dinge für seinen noch lebenden Bruder regeln wollte. Diese letzten Dinge sollten wenig Geld kosten. Er hatte bereits ein Angebot für eine Feuerbestattung mit anschließender Urnenbestattung in Tschechien bekommen. Ich hörte, was er nicht sagte; und ich wundere mich, dass ein 84-jähriger Mann seinen Bruder, ohne jede Affinität, in der Tschechischen Republik zu bestatten gedenkt. Wäre ein spanischer Leichentourismus nach Berlin denkbar, weil der St. Michael Friedhof so günstig ist? Das wäre eine verachtenswürdige Freizügigkeit, nicht wahr?! Ein großer Teil der Berliner Bevölkerung hat sich selbst aufgegeben. Viele Menschen glauben bereits, dass sie nur noch handelbare Rohstoffe sind. Jene Menschen haben ihre Würde vor langer Zeit selbst verscharrt; um sie zu schützen. Berliner betteln nicht: "Bitte, gebt uns unsere Würde zurück!" Ein Berliner in der Tschechischen Republik begraben. Darüber muss ich nachdenken. Wie oft muss man ihn verletzt haben, dass ihm die Beerdigung seines Bruders in der Heimatstadt gleichgültig geworden ist. Jeder Hund ist mehr wert! Die Zukunft wird anders aussehen. Ganz sicher. Ich wünsche Ihnen allen einen angenehmen Übergang in das Jahr 2019.

Die Totengräber Berlins

Die Totengräber Berlins tragen Berlin zu Grabe. Berlin diente stets als Schmuck. Sie wurde gemobt, als dreckig diffamiert. Berlin wurde belogen, betrogen, verkauft und verraten. Sie wurde verdroschen. Heute liegt sie im Koma und alle treten zu. Der Schmuck wird nicht gepflegt. Der BER wurde ins Koma gedroschen. Der Flughafen wird nun künstlich beatmet. Im nächsten Jahr kommen 20 neue Staatsanwälte. Ich hoffe, dass ein Staatsanwalt den IST-Zustand des Flughafens BER genau untersucht. Wohin fließen 6 Millionen Euro jährlich? Wer leitet und überwacht die künstliche Beatmung? Haben sich Kosten und Verträge eingemogelt, die nie überprüft wurden? Wie viele unüberprüfte Menschen konnten bisher das gesamte Sicherheitssystem in Ruhe fotografieren und analysieren? Ich arbeite daran, beten hilft hier nicht mehr, dass es ein Staatsanwalt untersucht, der einen messerscharfen Verstand hat, der logisch denken kann, dem es um Berlin geht. Ich hoffe, dass ein anderer Staatsanwalt das gesamte Gesundheitswesen Berlins untersucht. Zulassungen bei der Ärztekammer, falsche und doppelte Abrechnungen, Zuführung von Präparaten, Zuführung von Patienten, Zuführung von toten Menschen. Ich arbeite daran, dass es ein Staatsanwalt untersucht, der die zweite Meile denken kann, der Lebenserfahrung hat, der Zusammenhänge erkennen kann, dem es um Berlin geht. Die Regierung Berlins ist anbiedernd wirtschaftsgefällig geworden. Das ist überheblich und gefährlich, weil städtische Mitarbeiter nicht nach den Richtlinien der Wirtschaft ausgebildet wurden. Das führt dazu, dass städtische Friedhöfe mit Fremddienstleistern kooperieren, die ihren Kunden seit 50 Jahren die Mehrwertsteuern, 7% und heute 19%, nicht ausweisen. Am Ende wird es dann peinlich und die städtischen Verwalter werden nicht mehr respektiert. Der Wohnungsmarkt wurde ins Koma gedroschen. Meine Freunde finden keine Wohnungen und sie finden keine Wohnungen für ihre erwachsenen Kinder. Die Besetzung der Gerhart-Hauptmann-Schule in Kreuzberg verbrauchte 1,5 Millionen Euro. Die bei der Stadt Berlin tätige Frau Hermann (GRÜNE) teilte der Öffentlichkeit mit: "Das können wir uns leisten." Wer ist wir und uns ?! Würde Frau Hermann (GRÜNE) für die im Koma liegende Stadt Berlin arbeiten, hätte sie das Gästehaus der Berliner Polizei bei Booking.com gefunden. Hier werden Zimmer in Reinickendorf angeboten, die im Schnitt 54,—€ kosten. Das sind im Monat also Mieteinnahmen, in Höhe von mindestens 1.620,—€. Das ist ein fahrlässiger "Maßstab". Denn dann müsste man jedem Eigentümer von Gewerberäumen raten: Vermiete Deine Räume für 8000,—€ im Monat und bau eine Staffelmiete ein." Dann müsste man jedem Wohnungseigentümer am Am Lokdepot raten: "Zieh ins Umland und vermiete Deine Immobilie für 3500,—€ im Monat." Viele städtische Mitarbeiter treten in ca. 5 Jahren ihre Rente an. Eventuell hat die Deutsche Rentenversicherung in fünf Jahren Ihre Räume vermietet, weil es nur noch Vermieter geben wird. Künstler, politische Studenten und Arbeiter gaben und geben Berlin das besondere Licht, das nur noch an einer Maschine flackert.

Gegen das Vergessen

Nach einem Todesfall sollte man das Trauerjahr einhalten. Dieses Jahr schenkt die wichtigsten Erinnerungen und die bleibenden Eindrücke. Nach dem Tod meiner eigenen Mutter halfen mir Menschen, die nach §175 StGB, Straftäter waren. Seit 1872 propagieren Menschen, dass Homosexualität eine Krankheit ist, weil der §175 StGB auch die Unzucht mit Tieren unter Strafe stellte. Straftäter halfen mir also, die bis 1969 verurteilt wurden. Die Richter im Staat hätten George Michael damals zu 10 Jahren Haft verurteilen können. Das zertrümmerte mein Urvertrauen, denn der Gesetzgeber gebärdete sich unverständlich radikal. Der §175 StGB wurde erst 1994 gestrichen. Wenn Menschen also seit 1872 lernen, dass Homosexualität eine Krankheit ist, dann gibt es auch Phasen der Toleranz. Diese Phase endete in den 90er Jahren mit AIDS: "Die psychisch Kranken bringen die Seuche über unser Land." Der §175 StGB wurde im Geiste wieder und wieder besprochen. Standesbeamte rückten vom Tisch ab, wenn sie HIV auf einem Totenschein lasen. Sie ließen das Papier los und rieben ihre Finger, dabei zogen sie ein tolerant lächelndes Gesicht. Und doch ging es durch Aufklärung aufwärts. Es gab eine starke Community, mutige und kluge Köpfe. Der erste Friedhof Berlins, der sich für alle Menschen öffnete, war der St. Matthäus Kirchhof in Berlin-Schöneberg. Mit der Ehe für alle wurde der §175 StGB erneut im Geiste besprochen: "Die Kranken dürfen jetzt heiraten - aber wir müssen tolerant bleiben." Frau Merkel stand für Toleranz. Sie sagte JA zur Ehe für alle und wählte NEIN. Heute gibt es Mediziner, die Homosexualität heilen möchten: Konversionen, Geisteraustreibungen, werden als Behandlung an der Psyche mit den Krankenkassen abgerechnet. Die Ärztekammer verbietet Homosexuellen Knochemark zu spenden. Ihre Krankheit könnte übertragbar sein. Frau Kelle, eine Frau, die sich freie und objektive Journalistin nennen darf, möchte den Transport der Geschichte verhindern. Kinder wissen nichts über den §175 StGB. Sie wissen nichts über Clause 28. Ich würde gerne meine Steuern zahlen, um Eure Kinder zu schützen. Ich muss aber meine Steuern zahlen, um meine Freunde zu vernichten. Ich soll Steuern bezahlen, um das Urvertrauen anderer Kinder zu vernichten. Menschen vergleichen Homosexuelle vor laufender Kamera mit Kälbern, die 2 Köpfe haben. Das sind keine Wähler der AfD. Das sind nette Staatsbürger, die die Grünen wählen, die die CDU wählen oder die FDP oder die SPD. Ich frage mich, warum sich manche Menschen so derart verbiegen und tolerant sind. Sie warten im Grunde sehnsüchtig darauf, dass eine hohe Instanz den §175 StGB aktiviert. Ich schreibe das, weil ich niemals Menschen vergessen werde, die mir geholfen haben. Auch Trauernde sollten nichts vergessen, denn Leben wird aus Erinnerungen gemacht.

Trauer auf völlig angesägten Fundamenten

Marschner_Eichhoernchen