Der kurze Prozess

Als nicht verbeamtete Unternehmerin, als Mensch, als Frau habe ich das Recht über Gerechtigkeit völlig frei nachzudenken. Ich muss keine juristischen Formeln, wie ein Papagei, übernehmen. "Recht haben und Recht bekommen…" ist eine Formel, die mich überhaupt nicht betrifft, die mich persönlich nicht nach vorne bringt, die mich nicht interessiert. Selbstverständlich sollten echte Demokraten über Gerechtigkeit nachdenken. In Mörlenbach wird eine alleinerziehende Mutter von einem fremden Mann aus der Nachbarschaft bedrängt. Er fotografiert ihr Auto, ihr Haus, er fotografiert sie und ihre drei Kinder. Er attackiert die ihm fremde Frau aus dem Stand lautstark: "Die Spiele haben jetzt ein Ende…Ihr richtet Schallwaffen auf mich." Kurze Zeit später fährt er mit schwerem Gerät auf ihr Grundstück und reißt Teile ihres Hauses nieder. Die Polizei kommt. Die Polizei nimmt ihn mit. Die Frau steht mit ihren Kindern zunächst auf der Straße. Sie und ihre kleine Familie findet bei ihrer Mutter Obdach, die in der Nähe lebt. Der Täter kommt in eine psychiatrische Einrichtung. Einen Tag nach der Tat schreibt er online, dass er die Strahlungsquelle zerstört habe. Es kann sein, dass das Haus der Frau nun komplett abgerissen werden muss. Es kann sein, dass der Täter den Schaden nicht regulieren kann. Ich persönlich denke, dass man das Grundstück, das Haus des Mannes jener geschädigten Frau und ihren Kindern überschreiben sollte. Sie können es sodann verkaufen. Er hat den Tod einer Familie einkalkuliert! Ich bin auch überhaupt nicht froh darüber, dass die verquirlte Bewohnerin vom Lokdepot "nur" Wassermassen auf meine Terrasse schüttete und die Kabelbinder von der Elektrik der Außenjalousien löste. Ich betrachte neuerdings mehr Menschen im Außen, die Negativkontakte suchen und brauchen. Ich erkenne eine zunehmende Täter-Opfer-Verdrehung. Deutsche Politik hat sich schon vor langer Zeit mit Tätern assimiliert. Der deutsche Justizapparat liebt Täter. Er hat sich am Wetterfrosch Kachelmann gerieben. Es hat dem Apparat Spaß bereitet, einen Vergewaltiger zu inszenieren. Er wollte es unbedingt. Sabine Rückert von der ZEIT ist besser, professioneller und juristisch versierter! Frauen von der Süddeutschen Zeitung haben den verurteilten Söring aus dem US-Gefängnis geholt. Sie wollten es unbedingt. Er ist ein verurteilter Straftäter. Er wurde nie begnadigt. Trotzdem reiben sich die Medien an ihm. Sie schlafen förmlich mit ihm. Sie sind es gewohnt, Täter zu waschen. Sie pusten ihr kleines Selbstwertgefühl mit ihm auf. Sie finden es cool, dass er gemordet haben könnte. Sie tragen den Söring wie einen Schmiss im Gesicht, so, als hätten sie das Massaker von oben betrachten können. Sie denken nicht über Gerechtigkeit nach. Der Söring ist eine Sensation. Der schmalbrüstige Sohn eines Diplomaten könnte zwei Menschen - Eltern - gemetzelt haben. Stellvertretend hat er alle "bösen" Eltern getötet. Darauf fuhren die Frauen um ihn herum ab. Das törnte besonders die Journalistin der Süddeutschen Zeitung rituell an, die ihm um den Hals fiel, als der in Deutschland landete - bis der WIR-Papa von der Chefredaktion eingestand Oh…. Das ging wohl etwas zu weit…aber wir (!) prüfen das. Der Söring hat nach meinem Gerechtigkeitsempfinden seine gerechte Strafe bekommen. Heute wäscht er sich sogar in Klo-Schlüsseln, die ihm drittklassige Podcaster anbieten. Dabei wird Söring noch schmutziger. Er wäscht blutig dreckige Wäsche und wird schon dadurch zum Täter. Haben die ermordeten Menschen irgendwem etwas getan? Nein. Sie wurden zum Spielball eines Psychos, den ich so nennen darf, weil ich keinen therapeutischen Auftrag habe! Er gefällt vielen - mir nicht. Wenn eine Gesellschaft verurteilte Mörder respektvoll behandelt, dann lernen und trainieren viele Menschen, dass Tote keine schöne Beerdigung verdient haben, kein Gedenken wert sind. In so einer Gesellschaft könnte kein Mensch etwas Gutes verdienen.