Kaputte Sterne

Im Grunde stehen alle Menschen in Deutschland ohne jedes Gefühl auf einem Friedhof und bestatten jene, die verehrt werden müssen. Autokonzerne zum Beispiel wissen ganz offenkundig nicht, dass sie den großartigen Ruf, den deutsche Handwerker über Generationen in der Welt erarbeitet haben, beschädigen. Im Grunde steht doch nun jeder KFZ-Mechanikermeister unter Generalverdacht einen Tacho zurückzudrehen, oder etwa nicht? Autokonzerne zahlen Millionen und Milliarden, um US-Behörden zu beruhigen. Das große Schweigen repariert keineswegs eine Beschädigung. Ein SPD-Politiker gesteht im Kinderporno-Prozess. Er bereut und das Verfahren wird für 5000,—€ eingestellt. Das große Schweigen verlügt sogar, dass er passiv Kinder missbraucht und ausbeutet. Nichts anderes beschreibt die Kinderpornografie. Das Schweigen repariert keineswegs die vielfältigen Beschädigungen. Ein 47-facher deutscher Nationalspieler, Traum vieler Schwiegermütter, räumt ein, dass er Bilddateien von Kinderpornos besaß, die er an verschiedene Fauen sendete. In Deutschland ist das ein Vergehen. Es ist kein Verbrechen, wenn man Kinder ausbeutet. Das große Schweigen repariert keine Beschädigungen. Es holt die Epsteins für Arme überhaupt erst aus der Taufe, die hinter deutschen Grauschleiergardinen vielfältigste Bezeichnungen dafür finden, Kinder zu liefern, sie zu missbrauchen, sie auszubeuten. Stell Dir mal vor, Du gehst zu der Beerdigung eines Menschen, der vor lauter Missbrauch, vor lauter Lügen, vor lauter Betrügereien an einem Herzinfarkt starb. Eine Pfarrerin tritt an das Rednerpult, schlägt die Bibel auf und bricht das große Schweigen. Sie richtet ihren Blick auf die Trauergäste. Der Allmächtige bricht sich eine Bahn durch ihre weiche Stimme: "Der Verstorbene wird in der Hölle wohnen und ihr mit ihm. Ihr seid verdammt, denn jeder Schritt, den ihr fortan tut, wird Euch immer nur an Euren eigenen Abgrund stellen. Ihr seid nicht schön und reich. Ihr seid häßliche Menschen, die sich Seelenlosen andienen." Das wäre heute wahrscheinlich ein christlicher Terrorakt? Medien würden so einer Pfarrerin sicher einen persönlichen Dschihad andichten. Die Auflage stieg, die Beschädigung blieb. Modemarken können sich noch so ungeheuer anstrengen. Kein Schuh von Miu Miu repariert Geschädigte oder Beschädigungen. Er kann dekorieren und kaschieren - bis zum Abgrund.

Der Tod hat nicht das letzte Wort

Dieser Satz, gesprochen von einer Geistlichen, einer religiösen Frau, ist zunächst als DIE Ode an das Leben zu verstehen. Ein großmütiger und äußerst weiser Satz, der ausdrückt, dass Menschen ihre Toten und deren Leben nicht nur nicht vergessen sollen sondern sich selbst von den lesbaren Spuren eines Lebens tragen lassen sollen. So und nur so kann das Leben eines Verstorbenen seine Wirkung entfalten. Der Tod hat nicht das letzte Wort. Musiker hinterlassen nicht nur ihre Musik. Sie hinterlassen die mögliche Interpretation derer, die am Leben bleiben. Dieser kluge Satz sagt, dass der Tod kein Urteil ist. Er sagt, dass das Leben immer ein Prozess bleibt, der Veränderungen zulassen muss! Die geistliche Frau trug kein Kopftuch. Sie trug einen schwarzen Talar mit einem weißen Beffchen. Sie lächelte bei der Begrüßung und sie war nur und ausschließlich gekommen, um einen Verstorbenen auszusegnen und die Hinterbliebenen durch den Abschied zu begleiten. Der Duden beschreibt den Talar völlig falsch, also undifferenziert als Amtstracht von Geistlichen, Hochschullehrern und Richtern. Somit wird eine Glaubensgemeinschaft politisiert. Der Tod hat nicht das letzte Wort. Ich politisiere diesen Satz bewusst und erkenne heute, dass Rudi Dutschke recht behalten soll. Die Hemmnis des Nationalstaates, im Bewußtsein der Menschen verankert, verhindert generell eine reale Vernetzung…Nehmen wir nur den Ausverkauf Berlins. Privatpersonen, Firmen, Menschen haben Wohnungen gekauft. Sie verwalten, pflegen und sanieren in der Gemeinschaft alle Häuser Berlins - ohne staatliche Finanzhilfen. Wenn man nun Mietern günstigen Wohnraum zur Verfügung stellen möchte, sagt eben jener Staatsapparat (Rot-rot-grün) fast wörtlich: Wenn Du keine Gewinnabsichten mit dieser Wohnung hast, dann ist dieses Objekt schlicht Dein schnödes Hobby. Du kannst die Steuern aus all den Handwerkerrechnungen am Ende des Jahres nicht geltend machen. Rudi Dutschke hat also auch hier recht, wenn er sagt, dass die Herrschenden ausschließlich ihren Machtanspruch erhalten wollen. Die Herrschenden unterlaufen heute sogar die wahren Bedürfnisse der Menschen, denn die reine Infrastruktur, bezahlt und gebaut von Menschen, soll heute sogar noch Gewinn abwerfen. Rudi Dutschke sagt so richtig, dass immer Menschen die Geschichte verändert haben. Wenn es nur unbewusst war, so muss ein Bewusstsein geschaffen werden. Die junge Frau Merkel sagt in einem Interview mit Günter Gaus (1991), dass sie sich in der Basisdemokratie nie wohlfühlte. Sie beschrieb sich selbst als autoritär. Kein Mann hätte so eine politische Aussage folgenlos machen können! Offenkundig fand man so einen Satz bei einer Frau sexy oder toll. Die vielen Rechnungen, auch für Journalisten ohne Bewusstsein, bekommen wir heute serviert. Ich frage also: Will eine Geistliche im Talar zur Radikalisierung einer Gesellschaft beitragen? Ich denke das nicht.

Formales

In meinem Beruf funktioniert die Kommunikation mit den Stadtverwaltungen. Das Standesamt weist mich auf fehlende Urkunden hin. Die Kripo Direktionen rufen an, wenn für einen Verstorbenen die Freigabe zur Bestattung erteilt wurde. Die städtischen Friedhöfe melden sich, wenn auch manchmal spät, im Falle eine Urne noch nicht eingetroffen ist. Das Ordnungsamt wird nicht tätig, im Falle sich ein Auftraggeber für eine Bestattung meldet. Ich kann also meine jahrelange Erfahrung teilen: Die innerstädtischen Kontrollinstanzen funktionieren; und die Kommunikation mit den Stadtverwaltungen in Deutschland funktioniert an der Basis prima, bis zu den gehobenen Dienststellen - gemeint sind also nicht die abgehobenen Dienststellen. In Berlin-Kreuzberg/Schöneberg arbeitet das Ordnungsamt sogar exorbitant gut, wach und eloquent, wenn ich falsch parke, auch wenn ich nicht falsch parke. Schnelle Zeitgenossen der Behörde achten nicht mehr auf Be- und Entladehinweise, was leider Gerichtskosten verursacht, weil man für einen Zeitraum von 6 Minuten kein Parkvergehen beweisen kann. Gut! Die Stadt braucht Geld. Der Bürgermeister hat keine Ideen! Was verstehe ich also nicht? Der Steuerzahler finanziert die Bafin und glaubt, dass Banken und Versicherungen einer Kontrollinstanz unterstehen. Nun sagt der Herr Scholz von der SPD fast beiläufig, dass man Mitarbeitern der Bafin erklären muss, dass sie keine Spekulationsgeschäfte tätigen dürfen. Wenn man mal kurz vom Glauben abkommt und denkt, dann klingt das so, als müsse man der Polizei sagen: "Sie dürfen nicht im Waffenhandel tätig sein." Jener Herr Scholz von der SPD trifft sich mit dem Bankier der Warburg-Bank. Er taucht in den Tagebüchern des Herrn Olearius auf - wie süß. Der will seine Cum-Ex-278-Millionen-Steuererstattungen, also unsere Steuergelder, gerne behalten. Warum sollte man auch ausgerechnet in Deutschland belegt nachweisen? Das sind ja förmlich ganz neue Sitten. Ein Bankier der Moderne belegt bei seinem Finanzamt, Abteilung Großkunden, für die Erstattung/Auszahlung unserer Millionen, nichts. Er muss keinen tatsächlichen Steueraufwand belegen. Herr Scholz von der SPD kann sich erst nicht an die Gespräche mit dem Bankier erinnern. Klar. Gespräche über Milliarden merkt man sich - aber doch nicht über Millionen. Tritt jemand zurück? Geht jemand ins Gefängnis? Nein. Falschparken ist in Berlin weitaus schlimmer. Der Apparat Deutschland muss kleiner werden. Die großen Jacken sind viel zu groß!

Wir schaffen das nicht

Es sollte eigentlich jedem Berliner klar sein, was Berlinern klar ist. Die CDU, die Rechten und die Werteunion möchte die Hauptstadt übernehmen. Heute finde ich meine Heimatstadt in einem peinlich unpolitischem Stadium wieder. In Berlin konnte man immer billig wohnen, studieren, demonstrieren, Häuser besetzen, der Bundeswehr entgehen, dicke Hose spielen, abhartzen, Fabriketagen billig bewohnen. Man konnte sich zwischen Gastarbeitern selbst beweisen, dass man nicht grau-rechte Provinz ist, dass man "auch" cool ist, dass man "auch" Narben hat, die ein bewegtes Leben belegen. Meine Generation war nie wirklich politisch aktiv, weil unsere Eltern zu politisch waren. Das begründet heute wohl auch den Fachkräftemangel im Politikbetrieb. Berlin war deshalb eine Quelle, auch der Inspiration, weil Berliner das Herz auf ihrer Zunge tragen. Künstler strömten nach Berlin und gestalteten diese Stadt. Menschen kamen, die in Freiheit leben wollten und konnten. Berlin war deshalb lange die Stadt der Singles. Diese Stadt garantierte das Leben, das auf Freiwilligkeit beruhte. Es brauchte keine strangulierende Verbindlichkeit - auch nicht in den vielen Berufen. Die soziale Marktwirtschaft funktionierte wunderbar. Bildung für alle Schichten. Firmeninhaber waren ziemlich hoch angesehen, wenn sie Mitarbeiter und Azubis hatten. Herrn Schröder oder Herrn Hartz hätte man von jeder Bühne gejagt. Es gab immer krude Rechte und verquirlte Linke. Beide benutzten "den" Staat als Dummy. Beide waren ohne jedes Konzept, weil sie sich gegen ihre Väter auflehnen mussten. Der lebendige Kriegsverbrecher Rudolf Heß schmorte bis 1987 in der Zitadelle. Kein politisch interessierter Teenager wäre damals auf die Idee oder gar an die Information gekommen, dass der gefährlichste Deutsche tatsächlich in Ägypten geboren wurde. An dieser Stelle kenne ich die krankhaft unreflektierten Reflexe: "Sie will die deutsche Geschichte schmälern und die Deutschen rauswaschen." Die Fortsetzung der Blindheit gegenüber der Geschichte: Man gaukelt bis heute also tatsächlich vor, dass Deutsche ab 1933 dann doch so tolerant waren, da sie in Heß einen reinrassig blauäugigen Deutschen sahen. Heute lebt eine Großfamilie in Berlin-Neukölln, die sich mit den Namen der Nazi-Größen schmückt. Es sind Deutsche, Arier, die der jüdischen Gemeinde in Berlin sicher ein wohliges Gefühl vermitteln. Die SPD selbst ließ ihren kritischen Herrn Buschkowski verstummen. Wer hat uns verraten? Die Sozialdemokraten! Berlin wurde an Investoren verkauft. Kein Mensch, der 500.000 Euro für eine Wohnung ausgegeben hat, wählt die LINKE, schon gar nicht die SPD. Die Grünen behaupten tatsächlich, dass das heutige Berlin die Klimahauptstadt sei. Hilfe. Investoren werden die CDU wählen. Die Künstler sind weg. Die letzten Hausbesetzer leben in der Rigaer Str. Investoren werden den Flughafen aufräumen, sie werden die Polizeidienststellen aufräumen, sie werden die Schulen und Krankenhäuser und Feuerwehrstationen aufräumen und aufrüsten. Sie werden die Polizeipräsenz drastisch erhöhen und die ersten Knüppel werden schon bald auf Körper prallen. Die Farben Berlins schwinden.

Pot statt Pharma

Nach wie vor finde ich es extrem auffallend, wie schnell manche Mediziner Schlaftabletten, Beruhigungstabletten und/oder Psychopharmaka, also psychoaktive Substanzen verschreiben. Trauer ist keine Krankheit. Der Schlaf holt den Menschen immer ein. Ich frage mich wirklich, warum Ärzte in passenden Fällen nicht einen Joint für die Nacht verschreiben, also Gras. Ist das zu revolutionär, zu links, zu gewagt? In einer balancierten, aufgeklärten und orientierten Gesellschaft wäre das sicher kein Problem. In einer desorientierten Gesellschaft, die täglich massiv gestört wird, leiden Menschen zunehmend an Störungen. Angst und Panikattacken befinden sich in der steigenden Tendenz. Kinder leiden oft unter extremen Konzentrationsstörungen. Die Kriegsschauplätze lösen Angst aus. Die Geflüchteten - in lieblosen Lagern gerottet - lösen Angst aus. Eine Pandemie löst Angst aus. Viele Medien lösen Angst aus. Eine durch Wortarmut berühmt gewordene Kanzlerin löst in dieser Zeit Unruhe und Angst aus. Herr Amthor löste diese Angst nicht aus. Er trat sicher auf. Er war juristisch und fachlich präpariert. Er war rhetorisch unikat und besser als die Kanzlerin. Selbstredend denkt ein junger Mann, dass er den Lauf seines Lebens hat, wenn man ihm einen Direktorenposten in der Wirtschaft anbietet. Selbstverständlich denkt ein junger Mensch, dass er nun von allen Menschen Unterstützung finden wird. Kein Mensch glaubte ernsthaft, dass die Kanzlerin dieses Jungtalent in der CDU fördern wollte. Eine Frau, die ihren eigenen Mentor überholte, während der angeschossen auf der politischen Rennstrecke lag, setzt sich hebelnd durch. Zufällig ist auch Herr zu Guttenberg in jener Firma, die Herrn Amthor umgarnte, zufällig duzt Herr zu Guttenberg die Kanzlerin und zufällig tauchen Pressemitteilungen über Herrn Amthors Lobbyarbeit auf. Warheitsgemäß sagte der: "Ich habe einen Fehler gemacht." Schade. Ich mochte ihn. Er kurbelte die Debattenkultur an. Verführbarkeit ist wunderbar. Politisch ist sie tödlich. Medien sollten in einer Pandemie die Wahrheit wenigstens denken. Ken Jebsen wurde in den öffentlich rechtlichen Medien berühmt. Eva Hermann wurde in den öffentlich rechtlichen Medien verehrt. Kein Mensch kommt auf die Unverschämtheit, die Rundfunkanstalt deshalb zu diffamieren: Mutterschiff der Reichsbürger und Rechten. Das Völkchen, nicht das Volk. Medien haben die Kanzlerin über Jahre die Klimakanzlerin genannt. Die Bewegung Fridays for Future deckte erst auf, dass Medien niemals fragten: "Frau Merkel, was unternehmen sie denn nun eigentlich in Sachen Klima?" Medienmacher, und die finde ich blind, beschreiben stets die Leader einer Partei. Das ist nicht demokratisch gedacht. Das weist eine Tendenz auf, die Diktaturen sucht. Angst ist ein Gefühl, das man nicht widerlegen kann. Es ist im besten Fall eine Triebfeder. Im schlimmsten Fall stricken Menschen sich in ihre schlimmsten Befürchtungen. Tabletten werden sicher nicht helfen.