Schamgefühle

Ich möchte verhindern, dass mein Berufsstand in die Verfilzungen, von der Berliner Regierung seit Jahren kultiviert, hineingezogen wird. Ausschreibungen werden nicht überprüft, weil die Stadt Personal in Krankenhäusern einspart. Die Vorbilder öffnen die Türen für Nachahmer und das wird meinen Beruf für immer in Verruf bringen. Bestattern bleibt es noch untersagt, Beratungen in Krankenhäusern durchzuführen - noch. Bisher gehe ich davon aus, dass Richter, bei aller Freiheit, im Sinne der Bevölkerung, im Sinne der Stadt arbeiten. Sollte dem nicht so sein. Okay. Dann allerdings muss man keine Spiele spielen. Dann muss man keine enorm auffälligen Unterlassungsbeschlüsse gegen mich erlassen. Ich bin immer für die Wahrheit zu haben. Die Richterin am Landgericht hätte ehrlich sagen können: "Frau Marschner. Sparen Sie sich Geld und Arbeit. Ich muss Ihnen sonst, laut Anweisung von ganz oben, Mundtot-Beschlüsse übermitteln. Wir wollen Bestatter in Krankenhäusern. Wir wollen nicht, dass das Kartellamt prüft und arbeitet. Wir wollen nicht, dass die Datenschutzbeauftragte Fälle von Missbrauch ahndet. Wir wollen unsere allseits bekannte Verfilzung pflegen. Ihr Berufsstand ist uninteressant. Die Bevölkerung interessiert uns schon sehr lange nicht mehr." Auch Herr Wowereit hat vielen Berlinern und Berlinerinnen vor laufender Kamera gesagt: "Dann gehen Sie doch, wenn es Ihnen nicht passt." Ich möchte verhindern, dass Berliner Radiomoderatoren beim Verlesen ihrer Texte einschlafen, sich selbst also nicht mehr zuhören. Wenn man in einem Beitrag eine Statistik verliest, die ein Berliner Durchschnittseinkommen von jährlich lächerlichen 20.000 Euro bestätigt, dann kann man nicht im nächsten Beitrag runterleiern, dass Berliner bitte die Bäume gießen sollen (weil die Stadt keine Gärtner einstellt). Man darf als Reporter daran erinnern, dass nicht nur die Mieten steigen; auch die Betriebskosten erdrücken, weil jeder auf den falschen Zug springt. Wenn das alles nicht erwünscht ist, dann kann man mir das ehrlich sagen. Ich bin Europäerin. Ich kann in Madrid, Athen oder Lissabon arbeiten, also Europa wählen. Kein Problem. Wenn Menschen in der deutschen Hauptstadt jährlich nur 20.000 Euro im Schnitt verdienen, dann sollten sie überlegen in den milden und freundlichen Süden zu gehen. Auch die Notre-Dame muss aufgebaut werden. Die immer "zu teuren" Fachkräfte aus Deutschland realisieren das in 2 Jahren. Die meisten Berliner erinnern sich noch an die Hilfe, die sie selbst erfahren haben. Die Regierung in Berlin kann in Ruhe ihre Verfilzung feiern. Ich will da nicht stören.

Multikultur in der Trauerkultur

In den 90er Jahren entstand eine Multikultur in der Trauerkultur in erster Linie über die Musik, so auch über Musikinstrumente. Bestattungen wurden bis dahin von Organisten, Streichquartetts, Trompetern und Sängern umrahmt. Die Herkunft der virtuosen Musiker, stets als "die spielen nur auf Friedhöfen" verlacht, spielte nie eine Rolle. Schließlich teilten alle Beteiligten ein Projekt: Die Bestattung. Sie muss richtig gut ablaufen. Die Blumen müssen frisch sein. Sie müssen natürlich pünktlich geliefert werden. Die Musiker müssen rechtzeitig erscheinen, damit sie sich einstimmen können. Alles muss an Ort und Stelle sein - bevor die Gäste eintreffen. Durch den Rückzug der Kirchen suchten Menschen Spiritualität. Sie verschlangen Bücher über andere Kulturen, über andere Religionen. Sie fanden heraus, wie Menschen in Indien, in Amerika, in Russland, in Asien, in Mexiko, in der Schweiz verabschiedet werden. Die Musikwünsche änderten sich. Plötzlich kamen Klänge von einem Akkordeon, einer Konzertmundharmonika, einer Pipe, einer spanischen Gitarre, eines Alphorns, einer Sitar, eines Klaviers hinzu - gefolgt von unzähligen Instrumenten, die über CD´s erklangen und somit leider an Tiefe einbüßten. Die Bestattungen wurden oft zweisprachig abgehalten. Als Ur- Berlinerin bin ich natürlich keine Bio-Deutsche (grauenvoll leere Wortakrobatik). Diese Behauptung ist durch die Geschichtsschreibung der Stadt falsch. Wenn ich Deutschland bereise, dann wie eine neugierige Touristin, die ebenso neugierig, manchmal skeptisch beäugt wird. Das ist durchaus keine Leidensgeschichte. Ich glaube wirklich, dass Deutsche auf der Suche sind. Das macht sie unruhig, ungeduldig, manchmal streng und sachlich. Sie sind wahrhaftig ungehalten, weil es immer nur um Steuern und Geld geht. Vielleicht fürchten sie sogar um ihre Seelen? Das mexikanische Totenfest bleibt ihnen im Kern verschlossen. Sie können ihre Toten auch nicht an einer offenen Feuerstelle, auf Reisig gebettet, verbrennen und die Asche in einen Fluß streuen. Dieses Ritual müssten sie romantisieren. Durch die Hygienegesetze wurden die Sinne trainiert. Auch im Leben werden die Sinne der Menschen trainiert, die lange in Deutschland leben. Sie werden von deutschen Politikern gezwungen, die deutsche Version eines Europas zu wählen. Das ist grauenvoll. Griechen wurden geketzt und diffamiert. Dabei war Vicky Leandros, die Kulturbeauftragte für Berlin werden sollte, schon in den 70er Jahren eine sensationelle Europa-Botschafterin. Sie sang nicht: "Theo, wir fahren nach Athen." Die Abgeordneten im Europaparlament waren in 20 Jahren nicht in der Lage ihre Telefonnummern auszutauschen. Mercator musste nachfragen, was ihnen fehlt. Politik, so fürchte ich, macht Europa kaputt. Man kann die Seelen der vielen und wunderbar unterschiedlichen Europäer niemals steuern. Und das ist gut so!

Paradoxon

Die ZEIT online titelt ganz deutsch >>Dieser ganz undeutsche Glamour<<. Sinnlose Überschrift für eine sinnliche Frau. Hannelore Elsner ist gestorben. 1944 geboren gehörte sie zu jenen Frauen, die dramatisch nervös rauchten und dabei ruhig in die Ferne blicken konnten. Hannelore Elsner hatte eine sinnliche Sprache, die etwas Zerstörtes transportierte. Sie hat Ihre Atmung in eine Sprache verwandelt, die jeder verstehen konnte. Ihr Lachen war ein Schmetterling, der nur kurz verweilen sollte. Hannelore Elsner wollte sich nicht selbst überbieten. Sie war typisch deutscher Glamour. Sie sorgte dafür, dass ihre Filme einmalige Luxusgüter bleiben. Sie wurde unter dem Zeichen des Löwen geboren; und so hatte sie etwas von einer leidenschaftlichen Italienerin. "Ich lasse gewähren." Das ist der Leitsatz eines Löwen. Hannelore Elsner war eine deutsche Sensation! Sie war eine Frau, der man stundenlang hätte zuhören können. Sie hatte Tiefen, die sie nicht offenbarte und so bleibt sie ein ewiges Geheimnis. Die Gräben zwischen ihr und der Welt bleiben. Sie war durch und durch aus Weiblichkeit gemacht und doch spürte man, dass sie, wenn auch ungern, eine fast männliche Pranke einsetzen konnte, sollte man ihr nicht den nötigen Respekt zollen. Nicht jede Frau wird Grande Dame genannt. Nein. Sie war nicht undeutsch. Ein amateurhafter Texter der ZEIT, der auch über echte deutsche Arbeiterhände schreiben würde. Hannelore Elsner ist tot und gleichermaßen am Leben. Eine Frau ihres Formates stirbt nicht. Es handelt sich um jene kohärente Überlagerung, die ich nicht messen möchte.

Mitgefühl

Das Internet ist heute eine Maschine, die aus Beamten Ermittler macht, die aus vielen Journalisten Schreibtischtäter macht. Die einen sollten ihren Beruf schützen - die anderen haben ihren Beruf nicht geschützt. Das Internet bewirbt die Macht, den Krieg. Die Bundeswehr besucht die Konferenz der digitalen Gesellschaft. Sie besucht Schulen. Keine politische Gegenstimme dringt hörbar durch, die Frieden stiften möchte. Das Internet wird später "politische Tätigkeit" belegen. Die Parteien haben ihr Gedächtnis verloren. Kürzlich sagte der Bruder eines Freundes: "Mensch. Mein Sohn ist jetzt bei der Bundeswehr. Da verdient er richtig gutes Geld." Man lässt Teile der Bevölkerung verarmen - und dann schickt man sie in KRIEGE! Wo sind denn nun eigentlich die Geschichtsgrößen, die mahnen, dass es nie anders lief. Es gibt im Internet Beileidsbekundungen. Für den Fall der Fälle kann man später aus seinem Versteck heraus reagieren: "Ein Engel ist nun in den Himmel aufgefahren. In dankbarer Erinnerung an eine schöne Zeit nehme auch ich Abschied." In dieser schönen Zeit rekrutiert die Bundeswehr. Die Linken schweigen - wie die Rechten. Die Grünen feiern ihre Bigotterie - wie die Christdemokraten. Die schöne Zeit! Kürzlich fragte mich ein Bekannter, den ich sehr schätze: "Tun Dir Deine Angehörigen leid?" JA. Heute liegen in Altenheimen und Hospizen Visitenkarten von unverschämten Bestattern, die ihr Schafskostümchen an der Garderobe vergaßen. Die generelle Verkleidung, die übertriebene Kostümierung hat Wirtschaft und Politik neurotisch werden lassen. Ich wurde von einem Bestatter, von einem Pionier ausgebildet, der von einem Berufsverein mit Klagen überzogen wurde, weil er Preise senkte. Er wurde sanktioniert, nicht mehr mit Särgen beliefert. Er knüpfte, trotz Mauer, Geschäftskontakte in Tschechien, Bulgarien und Polen. Vor Gericht wurde tatsächlich verhandelt, wie billig sein Erscheinungsbild sein müsse, um die würdevollen Bestatter nicht zu demaskieren. Wölfe in Schafskostümen, egal aus welchem Wirtschaftsteil sie kommen, agieren immer gleich: "Wir sind die armen und verletzten Schäfchen, die von Menschen angeschwärzt und entblößt werden, die die Wahrheit aussprechen." Menschen tun mir heute wirklich leid. Im Jahr 2007 wollte dieses Land die enormen Schulden in den Griff bekommen. Die Mehrwertsteuer stieg von 16% auf 19% an. Im Jahr 2008 mussten Banken, die zarten Schäfchen der Nation, gerettet und saniert werden. Die Bafin kommt also zur angehobenen Mehrwertsteuer hinzu. Die Grundsteuer wird in diesen Tagen angehoben, weil es Politiker beim Verkauf von Objekten bereits wussten. Sie verkaufen, sie verkaufen damit auch die Verantwortung, sie leben nur noch von den Steuereinnahmen. So denken Profiteure. Ich sehe also nicht einen Politiker in Deutschland, den ich wählen müsste! Mensch. Mein Sohn ist jetzt bei der Bundeswehr. Da verdient er richtig gutes Geld. Auch mich erschüttern Wahrheiten! Ich würde aber nicht einen Vater mobben, weil er die Dinge beim Namen nennt. Ich sah mir einen Film über Angela Davis an. Sie studierte in Deutschland. Der linkspolitische Flügel muss sie kennen. Sie ist eine US-amerikanische Bürgerrechtlerin, Philosophin und Schriftstellerin. Sie gehörte zu den Führungsmitgliedern der Kommunistischen Partei der USA. Frauen ihrer Generation haben diese eigene Sprache, die mein Herz öffnet. Angela Davis redet auch über das Teilen. Sie sagt nicht, dass sie Konzerne enteignen oder besteuern möchte. Sie sagt lässig, autonom und ruhig über das Teilen: "I´m fine with it. It´s okay." Und dann kommt ihr Herzöffner, dieser der 68er-Generation eigenwillige Führungsstil, der nie führen will. Ihre Erinnerungen würde sie sich niemals wegnehmen lassen. Genau das wäre für sie der schlimmste Verlust. Sie zeigt ungewollt auf, wie zerfasert deutsche Erzählstränge sind. Niemals würde ich Angela Davis dafür mobben. Wenn die Erinnerungen der Menschen manipuliert werden, wenn man ihnen, in ihrem Beisein, ihre Geschichte erzählt, dann spricht das für eine unterirdische Politik und es führt dazu, dass Menschen nicht mehr trauern können, dass sie nie wieder lachen dürfen, dass sie keine subjektiven Schmerzen emfpinden dürfen. Ein Albtraum, der sich wie ein Rückschritt anfühlt, führt in eine noch grausamere Zukunft.

Religionen

Religionen, alle, sind in der Essenz immer ein innerer Ort, an dem Menschen ihre eigene Geschichte betrachten können. Es ist oft schwer, weil Menschen nicht nur ihre Augen wirklich öffnen möchten. Sie wollen ihr Herz öffnen. Ich persönlich bin aus beruflichen Gründen oft in Kirchen, in buddhistischen Häusern, in einem Berliner Kloster, in unterschiedlichen christlichen Gemeinden. Ich war auf dem islamischen Friedhof, auf den jüdischen Friedhöfen, natürlich auf evangelischen und katholischen Friedhöfen. All diese Orte sind Orte der absolut ruhigen Begegnung. Manchmal, wenn alle Trauergäste gegangen sind, bleibe ich auf einem Friedhof. Ich treibe mich sozusagen herum. Fixierte Gedanken lösen sich auf; sie treiben ebenfalls. Ein innerer Ort öffnet sich und dann laufen die Geschichten vor mir - wie in einem Film. Kürzlich stand ich vor einem Denkmal. Ein tolles Wort, wie ich finde. Ich sollte bei diesem Denkmal an den Krieg denken. Ein dummes Wort, wie ich finde. Dann sah ich meine Kindheit und Jugend, nicht den Kalten Krieg. Ich dachte über die Alliierten nach. America first. Ich war wirklich froh und dankbar, dass Rassenhass ausgerottet werden sollte. Ich war irritiert, dass Menschen in Mississippi in Flüsse geworfen wurden. Ich war froh, dass Hakenkreuze fast verschwunden waren. Ich war irritiert, dass es in Amerika einen Ku Klux Klan gab. Ich war beruhigt, dass das Tragen von Waffen unter Strafe gestellt wurde. Ich war irritiert, dass auch weiße Bürgerrechtler in Mississippi erschossen wurden, dass afroamerikanische Bürgerrechtler an Bäumen erhängt wurden. Einmal stand ich auf einem Friedhofsweg, der mich zu Nonnengräbern führte. Und dann wusste ich, dass Rassismus im politischen System steckt. Ich wunderte mich, dass sich unglaublich viele Menschen in der Gesellschaft ausgerechnet diese politische "Jacke" anziehen, die immer nur gewendet wird - nach links oder rechts. Das macht sie zur Zwangsjacke. Was wünschen sich freie Menschen tatsächlich, wenn sie ihren inneren Ort gefunden haben und rausschauen? Bürgerrechtler in Gefängnissen? Scharfschützen, die Präsidenten töten? Erhängte Menschen an Bäumen? Brennende Häuser? Leichen in Flüssen? Ausgestorbene Städte? Ich glaube, eine unmanipulierte Gesellschaft fordert keinen Rassismus. Menschen wurden immer von politischen Systemen manipuliert. Das funktioniert sogar über die Werbung, bis Menschen ihren inneren Ort, quasi den Beobachtungsposten verloren haben: "Du darfst Dein Smartphone niemals vernachlässigen." Das ist nicht die ureigene Idee eines Teenagers. "Du musst den Arbeitsplan für Deine Mitarbeiter über WhatsApp regeln." Das ist nicht die ureigene Idee eines Shopbesitzers. "Nur ein Antidemokrat geht nicht wählen." Das ist definitiv nicht die ureigene Idee eines Nichtwählers. Religionen können instrumentalisiert werden. Sie selbst stehen Ewigkeiten unmanipulierbar in Zeit und Raum.

Suizid und Gesellschaft

Die Statistiken, die Todesfälle spiegeln, geben Vorlagen für Trends. Knapp 10.000 Menschen nehmen sich jährlich in Deutschland das eigene Leben. In Führung lag oft Bayern und Sachsen. Mehr Männer als Frauen stehen in der Welt und in Deutschland an der Spitze. Statistiken legen Schablonen. Im Grunde reicht der Hinweis, dass 10.000 Menschen jährlich sterben. Kinder entziehen sich ebenfalls dem Leben. Hauptursache ist Mobbing. Ein Opfer, so es ausgemacht wurde, kann fertiggemacht werden. In Berlin starb Anfang 2019 ein 11-jähriges Mädchen an den Folgen ihres Suizidversuchs. Jedes achte Kind ist ein Opfer von Mobbing. Der Tagespiegel beschrieb Mobbing so: "…zielt auf die Zerstörung sozialer Bindungen des Mobbingopfers – das "Herausekeln, Ignorieren, Ausschließen aus sozialen Gruppen." Der Schreibende glaubt, auch nach dem Tod des Mädchens, an eine soziale Gruppe. Er glaubt, dass jedem Opfer eine soziale Bindung verwehrt, also zerstört wird. Ich frage mich zwangsläufig: Lebt der Schreibende selbst in Gruppen, die Opfer ausgrenzen? Ich persönlich kam bei dem Artikel nicht darauf, dass Mobber soziale Menschen sind, die in sozialen Gruppen leben. Ich weiß. Wer die Wahrheit sagt, wird gemobbt, nicht wahr?! Vielleicht war dieses 11-jährige Mädchen äußerst intelligent, sozial kompetent. Vielleicht hatte dieses Mädchen sozial kompetente Eltern, intelligente Vorbilder. Ich weiß! Wer die Wahrheit sagt, der wird gemobbt, nicht wahr!? So läuft es doch. Jede soziale Subkultur in diesem Land kennt das Phänomen Mobbing. Und trotzdem bilden sich Millionen Menschen regelrecht ein, dass sie gewiss sozial kompetent sind. Sie lehnen Mobbing ab! Kategorischer Imperativ! Wo haben die Kinder das Mobben her? Sind sie etwa bösartig zur Welt gekommen? Wie kommt es, dass sich weitaus mehr Männer aus dem Leben ziehen? Gibt es keine Männerfreundschaften mehr? Sind "Emanzen" schuld? Rächen sich Frauen? Berauschen sie sich nur an dem Geschenk Emanzipation - oder übernehmen sie die Verantwortung? Fürchten Frauen die Verantwortung, weil man sie "Emanzen" nennen könnte? Das wäre Mobbing - kategorischer Imperativ! Das 11-jährige Mädchen war nicht nur sozial kompetent. Es hatte eine enorme mathematische Intelligenz. Es hätte abhauen können - in einen Zug steigen können. Dann aber hätte es eine Straftat begehen müssen. Das Mädchen hätte trampen können. Dann aber hätte sich der Autofahrer strafbar gemacht. Eine neue Identität hätte das Budget des Mädchens überstiegen. Der Hunger hätte es aus jedem Versteck getrieben. Die große Reise war kostenlos.

Macht, Trauer und Empathie

Macht und Trauer ist eine Kombination, die Menschen gesundermaßen ablehnen. Wenn Menschen in Machtapparaten über Empathie reden, dann werden sie von Demokraten logischerweise abgewählt. Demokraten, so es sie gäbe, würden ihren Apparat hochwertig ausstatten. Sie würden Mitarbeiter, die für ihre Stadt oder für ihr Land arbeiten, on the top ausbilden. Sie würden zum Beispiel dafür sorgen, dass jene Mitarbeiter höflich und sprachgewandt sind - also wenigstens 1 Fremdsprache perfekt beherrschen. Schockierend war ein äußerst uncharmanter und ungalanter Herr Westerwelle, der der gesamten Welt zeigte, dass der deutsche Staatsapparat nicht reflektiert. Bei einer wohl allseits bekannten Pressekonferenz sagte er : "…Wir sind in Deutschland - und da sprechen wir (?) deutsch." Er trug das Peinliche in bleibende Erinnerung. In Vertretung zeigte er der Welt, durch seine mangelhafte Vorbereitung, ein deutsches Desinteresse. In Vertretung signalisierte er: "Deutschland lehnt die Kommunikation mit der Welt ab, denn wir (?) sprechen hier deutsch." Wahrheitsgemäß hätte er sagen müssen: "Ich habe im Land der vielen Sprachen keine politische Ausbildung genossen, die mich auf die Welt vorbereitet." Man kann mir vorwerfen, dass ich Dunja Hayali persönlich nicht mag. Tatsächlich ist sie nur eine Stellvertreterin der staatlichen Rundfunkanstalt. Ihre Frisur ist mir egal. Egal ist nicht, dass sie für eine Anstalt arbeitet, die mittlerweile nicht nur Gebühren nach dem Melderegister einfordert. Sie biegt belegte Tatsachen, provoziert Klagen, um vor dem Verwaltungsgericht Ausforschung zu betreiben. Ein Justiziar der Rundfunkanstalt verlässt den Weg der geltenden Gesetze. Er verschwendet Zeit, Geld und er missbraucht das Verwaltungsgericht für seine Zwecke. Für die Macht gibt es keine demokratische Vision; und so kann das Gericht nicht gegen die Rundfunkanstalt urteilen. Der Fall wird zur Seite gelegt - in einem aktuellen Fall seit 2 Jahren. Tatsächlich müsste die Rundfunkanstalt einen schlichten Fehler zugeben. Tatsächlich müsste das Gericht nach geltendem Recht urteilen. Frau Hayali müsste ihren Arbeitsplatz aufräumen. Schließlich will sie den Unmut der Menschen "wirklich verstehen". Sie kann als ausgezeichnete und vom Scheinwerferlicht geblendete Moderatorin natürlich nicht mehr verstehen, dass eine der größten Frauen unserer Zeit, die leider verstorbene Rechtsanwältin und damals parteilose Senatorin, Frau Anne Klein, nie auch nur nennenswert erwähnt oder gewürdigt wurde - da sie sich de fakto für andere Menschen stark machte, Gesetzesänderungen forcierte und bewirkte, um Menschen zu schützen. In den Medien wird Macht, ein Gebilde weit von Demokratie entfernt, als Neid, Spott und Hohn beschrieben und damit verharmlost. Empathie meint: Stell Dir vor, Du verlierst in so einem Land oder in so einer Stadt einen Menschen. Der Staatsapparat, so auch die Deutsche Rentenversicherung, kennt kein Herzliches Beileid.

Boulevardeske Sterbehilfe

Als Dunja Hayali, eine hochdekorierte und preisgekrönte Moderatorin, zwischen Enteignung und Fußball über Sterbehilfe talkte, dachte ich an Botox to go. Die Behandlungen in Kliniken für plastische Chirugie waren extrem teuer. Die ersten ambulanten Behandlungen waren teuer. Und heute gibt es Shops - neben der Podologin - in der City. Ich war noch nie in so einem Shop. Arbeiten dort Medizinerinnen? Keine Ahnung. In jedem Fall steht meist auch Mikrodermabrasion an der Schaufensterscheibe. Das ist eine Art Hollywood-Behandlung. Wenn man abends auf einer Bühne stehen muss, weil man zum Beispiel ein Referat über das tiny house-movement halten muss, dann sieht die Haut nach so einer Behandlung ziemlich jung, frisch und ungemein durchblutet aus. Abrasion (lat.) meint Abkratzung…sinngemäß wird die Haut geschliffen, geschürft und geschabt. Mikrodermabrasion klingt fremd und gut - nach einem echten Mysterium. Living simply! Frau Hayali erweckt den Eindruck, als Megastar und Politgröße, dass sie über die Wahl der Gäste Aufreger generiert. Das kann sie wirklich gut. Ist das ein Themengebiet an Journalistenschulen? Ihre Berufskollegen springen direkt an. Die Sterbehilfe wird boulevardesk auf einen Fußballplatz geleitet. Es gibt kein Recht auf Leben mündet in Der Ball ist rund. Das führt dazu, dass ich den Gast, der nun ausgerechnet auch noch in Würde sterben will, fälschlicherweise würdelos finde, da er mir seine Geschichte zwischen Enteignung und Fußball zumutet, also quasi an einem lauten "Buffet" des Lebens. So lehne ich die Sterbehilfe ab, weil die Art der Übermittlung zwangsläufig in einen Shop führen wird. In zwanzig Jahren werden auch gesunde Menschen sagen: "40 Jahre reichen. Ich beende mein Leben in Würde. Ich bin gesund, jünger will ich nicht werden, älter will ich auch nicht werden." Wir werden dann auch den alten Menschen empfehlen: "Beenden sie ihr Leben in Würde." Ich bin als Bestatterin gegen eine aktive Sterbehilfe. Ich möchte das nicht ausdenken und aussprechen müssen, was genau passieren kann, wenn Gerichte in dieser Zeit Pro-Urteile verkünden.

"Tote haben keine Lobby"

Sabine Rückert, Chefredakteurin der ZEIT, schrieb im Jahr 2007 das Buch "Tote haben keine Lobby". Damals dachte ich: "Jetzt wird sich in Berlin viel verändern. Jetzt werden die Toten endlich eine Lobby haben." Ihr Buch bleibt aktuell. Wir leben in Deutschland. Obduktionen sind teuer. Toxikologische Untersuchungen sind teuer. Alles ist immer teuer. Die Realität ist teuer und unbequem. >>CSI Miami<< ist günstig anzuschauen. Alte Menschen werden in Heimen - jenseits der Seniorenresidenzen - nicht selten geschlagen, abgefüttert, für Abrechnungen missbraucht, am Ende verkauft. Am Pflegepersonal wird obendrauf gespart. Das Sinnlose ist zu unverblümt ausgedrückt. Zu real. Zu wenig spannende Musik. Das Verblümen von Straftaten ist speziell. Dabei ist das Verblümen respektlos! Man darf einer ausgenutzten alten Dame nicht sagen, dass sie missbraucht und am Ende sogar verkauft wird. Man sollte sie wie eine dumme, stets schwerhörige Frau behandeln. Geklaute Geldbörsen auf Krankenstationen wurden stets verblümt. Diebe gibt es nicht. Das ist in jeder Hinsicht respektlos! Das sachlichste Wort für Korruption ist Korruption. In Italien hat man das stets verstanden. Deutsche Journalisten verblümen das: Mauscheln, Vetternwirtschaft, Verfilzung. Das ist keine sachliche Umschreibung für Korruption. Bei Korruptionsfällen, so das BKA, geht es nicht nur darum, dass Geldumschläge den Besitzer wechseln. Es geht darum, wie in Italien, Macht zu missbrauchen, brauchbare Menschen und/oder Firmen auf entscheidende Plätze zu bringen. Dabei handelt es sich nicht um Verwandte. Es handelt sich auch nicht um Verfilzte. Die Beteiligten selbst behaupten stets, dass sie ein Geschäft abgeschlossen haben. Sie behaupten, dass die Qualifikation, die es nie gab, die entscheidende Rolle spielte. Ich bin gespannt, welche deutsche staatliche Institution sich - post mortem - bei den vielen verkauften alten Menschen und auch bei kranken Menschen entschuldigen wird. Der ebenso staatliche Vertreter wird wieder heucheln müssen.

Strohhalme & Mantras

Ein Strohhalm ist die erste Versorgung in der Not - bei einem Trauerfall. Ein Mantra führt durch das ganze Leben. Es macht einen Menschen stärker. Meine Großmutter war ein Niemand in der Weltgeschichte. Sie war ein Niemand in der Weltwirtschaft. Im Alter von 9 Jahren musste sie durch den Ersten Weltkrieg gehen. Ich glaube nicht, dass sie auf Händen getragen wurde. Im Alter von 13 Jahren ging sie, sicher verändert, aus dem Krieg heraus. Im Alter von 33 Jahren musste sie durch den Zweiten Weltkrieg gehen. Im Alter von 40 Jahren ging sie, sicher verändert, aus dem Krieg heraus. Meine Großmutter war ein Niemand in der Weltgeschichte. Sie verurteilte nicht einen Menschen. Sie forderte Verlorenes nie zurück. Sie war eine würdevolle Einzelgängerin. Nach dem Tod ihrer jüngsten Tochter konnte sie nur uns Kinder um sich herum ertragen. Sie nannte Banken "korrupte Verbrecher". Einem Bankangestellten, der sie umwarb, stieg die Röte ins Gesicht. Er wusste, dass sie mehr wusste. Meine Großmutter war ein Niemand in der Weltgeschichte. Diese Würde hat sie sich bewahrt. Sie tippte in verlässlicher Regelmäßigkeit ihren Zeigefinger an ihre Schläfe und sagte: "Was Du im Kopf hast, kann Dir kein Mensch wegnehmen." Das war ihr Mantra. Meine Großmutter war ein Niemand in der Weltgeschichte. Sie ging durch 2 Weltkriege. Wovor genau sollte ich mich heute also fürchten? Wer könnte mich - mit Erfolg - verurteilen? Wer würde sich tatsächlich einbilden, dass er mir etwas wegnehmen könnte? Ich muss Wahrheiten nicht verlügen, wenn sie das Richtige in die Welt befördern. Ich muss die glatten Wege nicht beschreiten, wenn ich einen Berg besteigen kann. Ich muss nicht ins Unglück laufen, wenn es glückliche Pfade gibt. Meine Großmutter war ein Niemand in der Weltgeschichte. Wenn zwei traurige Menschen ein Mantra finden konnten, dann können viele traurige Menschen ein Mantra finden.

Die Bestattungskultur im Wandel

Diesen Titel lese ich seit 15 Jahren in der Presse. Medienkonzerne haben ihre Tiefen abgeschafft. Konzerne schaffen Kultur ab - aber ausgerechnet Bestatter befinden sich in einem kulturellen Dauerwandel. Bestatter arbeiten demnach in einer Drehtür. Die Aufzählung der Bestattungsarten beschreibt noch keine Kultur! Auch ein zaubernder Bestatter belegte keinen Kulturwandel. Die anonyme Bestattung war vor Jahren billig. Arm und billig wurden politisch verkoppelt. Heute ist das Urnengrab billiger als das anonyme Grab. Trotzdem hält sich die Legende von der billigen Wiese auf einem Friedhof. Der gemeine Volksmund spricht oft von Massengräbern. Ein Sarg aus Kiefernholz, von Tischlermeistern geliebt, wird mit Regalen eines Konzerns verglichen - made in China. Der Sarg eines chinesischen Herstellers, aus Bananenblättern oder aus Ananasblättern gefertigt, ist "zu teuer und Fairtrade nicht beweisbar". Konzerne geben die Manusskripte, die man nicht nachsprechen muss! Sie bieten Produkte stets billiger an. Konzerne lassen die Preise ins bodenlose fallen. Parallel sorgen andere Konzerne dafür, dass Menschen in Berlin Wohnungen kaufen. Erst dadurch entsteht eine den Reichen zugewandte Interessengemeinschaft. Eine Wohnung in Berlin muss heute teuer sein. Denn erst dann sagen Eigentürmer: "Wir sind stolze Besitzer einer Immobilie. Wir gehören in gewisser Weise auch zu den Reichen." Und Immobilienbesitzer müssen die Mieten erhöhen. Sie sollen Eigenbedarf anmelden. Mieter müssen sich bedroht fühlen. Sie werden geschwächt, damit sie keine Häuser besetzen. Es klingt sarkastisch und zynisch, wenn Medienkonzerne 15 Jahre lang einen Trend beschreiben, der die Feuerbestattung auf Platz No. 1 setzt. Nur Oberflächliche und Konforme nennen DAS eine Kultur. Gute und furchtlose Journalisten werden, früher oder später, Konzerne verlassen müssen. Ethik und Kultur sind Größen, die niemals nur Überschriften basteln.

Urteil Mord

Mich hat das Urteil der "Kudamm-Raser" beschäftigt. Am Ende bewunderte ich den Richter, der den Mut hatte, die Dinge beim Namen zu nennen. MORD. Eine harte Strafe, weil wir einen Menschen aus unserer Gemeinschaft verloren haben, der nicht durch >>Unfall mit Todesfolge<< gestorben ist. Ich habe einen integeren Journalisten nach seiner Meinung gefragt. Er findet das Urteil richtig, weil die Fahrer den Tod eindeutig in Kauf nahmen. Sie waren keine beruflich gehetzt Unachtsamen, die mit 50 km/h um die Ecke fuhren und einen Radfahrer erwischten. Sie waren keine gestressten Autofahrer, die einen Motorradfahrer anfuhren, der im toten Winkel ihres Austospiegels unsichtbar wurde. Beim Autofahren geht es immer um Sekunden. Es geht nie um eine volle Minute. Ich haderte mit dem Urteil, bis mir klar wurde, dass ich natürlich auch eine Hinterbliebene bin, dass der Richter ein Hinterbliebener ist, dass der Journalist ein Hinterbliebener ist. In einer einzigen Sekunde wird ein Mensch getötet. Wie viele Menschen überquerten in 59 Sekunden diesen Todesort? Sicher! Die Fahrer sind nicht in ihr Auto gestiegen und haben gesagt: "Heute töten wir einen Menschen." Allerdings haben sie die Formel meines Fahrlehrers ignoriert: "Du bedienst ein Waffe, wenn Du die Regeln brichst." Diese Fahrer waren nicht abgelenkt. Sie waren unberechenbar! Und die Macht genossen sie über die Maße! Sie hatten aus einem Auto eine Waffe gemacht. Dieses Urteil wird mir helfen - bei einer Klage gegen einen Autokonzern. Ein Auto-Leasinggeber fordert wiederholt Schadenssummen. Die Vollkaskoversicherung, die bezahlte hauseigene Servicekarte wird stets außer Kraft gesetzt. Die Aktivitäten der hauseigenen Bank kann dieser Autokonzern nicht mehr überblicken. Ein Phänomen dieser Zeit. Splitte einen Konzern in viele Firmen auf. A und B und C tragen einen Namen, sind aber grundsätzlich Unterschiedliche. Vor Gericht wird stets Nebel geschossen. Viele Worte, viele Seiten. Viele dramatische Anschuldigungen. Hohe Summen beeindrucken. Mein Fahrzeug fällt in den Dieselskandal. Auch mein aktuelles Fahrzeug fällt in den Dieselskandal. Das erwähnt dieser Konzern nicht. Eine Bescheidenheit ist nicht zu erkennen. Er ist unberechenbar. Er genießt die Macht. Der Mord auf Raten. Die Toten sind nicht unmittelbar sichtbar. Die Perfidie hat mich in ein "sauberes" und teures Fahrzeug gesetzt. Wer wäre je auf die Idee gekommen, dass globale Gewinner, in schicken Schuhen und in schicken Anzügen, mit manipulierender Software agieren. Firmen, die es seit 18hundertsoundso gibt, setzten mich in ihre Fahrzeuge und machen mich zur hauseigenen Totschlägerin. Man muss die Dinge beim Namen nennen. Jener Richter hatte das Standing und den Mut, die Tat beim Namen zu nennen. Die schlimme Kindheit der Fahrer spielte keine Rolle. Die Fahrer hatten scheinbar keine Geschäftspartner in Amt und Würden. Sie konnten nicht mit Arbeitsplätzen pokern. Die Dinge beim Namen nennen. Damit würde man Gerichte entlasten, damit würde sich Journalismus reanimieren.